Wie man die Leistung eines Computers unter Windows beurteilt

Zu wissen, wie leistungsstark Ihr PC im Vergleich zu anderen Systemen ist, kann Ihnen viel Ärger ersparen, besonders wenn er langsam läuft oder häufiger als üblich abstürzt. Manchmal genügt es, die Ursache für die Verlangsamung zu finden – sei es CPU, RAM, Speicher oder GPU. Tests mit den integrierten Windows-Tools oder Benchmarks von Drittanbietern zeigen Ihnen schnell die Engpässe. Das ist überraschend hilfreich und ehrlich gesagt viel schneller, als stundenlang blind Einstellungen zu ändern oder herumzuprobieren. Nach einigen Korrekturen oder Anpassungen läuft Ihr System plötzlich flüssiger, oder Sie wissen zumindest, woran es liegt. Keine Zauberei, nur systematisches Testen.

Wie führt man einen Computerleistungstest durch?

Verwenden Sie den Windows-Leistungsmonitor.

Dieses Tool ist ziemlich leistungsstark, wird aber zu selten genutzt. Es hilft Ihnen, das Verhalten Ihres PCs unter Last zu überwachen und so mögliche Probleme aufzudecken. Wenn Ihr System ruckelt oder verzögert reagiert, kann es beispielsweise zeigen, ob die CPU oder die Festplatte überlastet ist. Auf manchen Systemen wirkt die Bedienung etwas umständlich, aber sobald man sich damit vertraut gemacht hat, ist es ein guter Ausgangspunkt.

  • Drücken Sie Windows + R, geben Sie perfmon ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  • Navigieren Sie zu Datensammlersätze > System > Systemleistung. Um schneller dorthin zu gelangen, erweitern Sie einfach Datensammlersätze und gehen Sie dann zu System.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Systemleistung und wählen Sie Start. Manchmal dauert es ein bis zwei Minuten, bis die Datenerfassung beginnt, also haben Sie Geduld.
  • Lassen Sie den Stream etwa 60 Sekunden laufen – das reicht für eine brauchbare Momentaufnahme.
  • Beenden Sie den Vorgang und öffnen Sie Berichte > System > Systemleistung, um die Details anzuzeigen. Dort finden Sie Diagramme und Messwerte zu CPU, Festplatte und mehr.

Profi-Tipp: Sie können die Datenerfassungsintervalle anpassen oder die Zeitspanne bei Bedarf verlängern. Für eine schnelle Überprüfung ist diese Vorgehensweise jedoch ausreichend. Achten Sie anschließend auf Warnsignale wie hohe CPU-Auslastung oder lange Festplattenwarteschlangen, die die Leistung beeinträchtigen könnten.

Führen Sie das Windows-Speicherdiagnosetool aus

Wenn Ihr PC unerwartet abstürzt, einen Bluescreen anzeigt oder instabil läuft, könnte Ihr Arbeitsspeicher (RAM) die Ursache sein. Dieser Test läuft im Hintergrund und kann Ihnen sagen, ob Ihre Speichermodule ein Problem darstellen. Ehrlich gesagt, ist das Ergebnis manchmal etwas seltsam – manchmal findet der Test sofort Fehler, manchmal ist es ein Fehlalarm. Aber einen Versuch ist es wert.

  • Drücken Sie Windows + R, geben Sie mdsched.exe ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  • Wählen Sie „Jetzt neu starten und auf Probleme prüfen“. Ihr PC wird neu gestartet und führt Tests durch, was je nach System einige Zeit dauern kann.
  • Nach dem Neustart sollten Sie in der Ereignisanzeige unter „Windows-Protokolle“ > „System“ nachsehen. Dort finden Sie Informationen darüber, ob Ihr Arbeitsspeicher (RAM) fehlerhaft ist.

Bei manchen Rechnern werden Fehler manchmal übersehen oder nicht vollständig erkannt. Werden jedoch Probleme gefunden, sollten Sie die RAM-Module austauschen oder neu einsetzen. Ausführlichere Informationen finden Sie im vollständigen Leitfaden zum RAM-Test für Windows 11.

Nutzen Sie den Task-Manager für eine schnelle Systemprüfung

Dies ist eine einfache und dennoch überraschend nützliche Schnelllösung – sie zeigt Ihnen sofort Ihre aktuelle Auslastung an. Sie benötigen keine zusätzliche Software, nur eine Verknüpfung.

  • Drücken Sie Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
  • Wechseln Sie zum Reiter „Leistung“. Falls nur wenige Informationen angezeigt werden, klicken Sie unten auf „Weitere Details“.
  • Überprüfen Sie die Diagramme für CPU, Arbeitsspeicher, Festplatte und GPU. Achten Sie auf maximale Auslastung oder starke Schwankungen – dies könnte Aufschluss über die Ursache der aktuellen Leistungseinbußen geben.

Es ist eher eine Momentaufnahme als ein vollständiger Test, aber im Notfall ist es praktisch. Bei manchen Konfigurationen können die Diagramme verzögert angezeigt oder nicht sofort aktualisiert werden, aber es ist immer noch besser als nichts, wenn man nur sehen will, was gerade passiert.

Führen Sie die Benchmark-Software aus, um detaillierte Ergebnisse zu erhalten.

Wenn Sie wissen möchten, was Ihr System wirklich leistet, sind Benchmarks wie PCMark 10 oder 3DMark genau das Richtige. Sie belasten die Hardware voll und liefern ein Ergebnis, das Sie mit anderen Systemen vergleichen können. Das ist hilfreich, wenn Sie gerne spielen, Videos bearbeiten oder einfach nur sehen möchten, ob sich Ihre Upgrades gelohnt haben.

  • Laden Sie eine gängige Test-App herunter und installieren Sie sie – zum Beispiel PCMark 10, 3DMark oder Cinebench.
  • Führen Sie den gewünschten Test aus. Zum Beispiel Fire Strike in 3DMark für Grafiktests oder CPU-Tests in Cinebench.
  • Lassen Sie es einfach laufen, das kann zwischen wenigen Minuten und bis zu 20 Minuten dauern.Überstürzen Sie nichts – lassen Sie es fertig laufen.
  • Vergleiche deine Punktzahl online oder mit ähnlicher Hardware. Die meisten Apps verfügen über ein Punktesystem oder eine Vergleichsfunktion.

Sollten Ihre Ergebnisse überraschend niedrig sein, könnte dies auf ruckelnde Spielergebnisse oder langsame Bearbeitungsvorgänge hindeuten. In diesem Fall sollten Sie Anleitungen zur Optimierung Ihrer Windows-Einstellungen oder zum Hardware-Upgrade befolgen.

Testen der Festplattengeschwindigkeit mit der Eingabeaufforderung

Hiermit wird überprüft, wie schnell Ihre Festplatte oder SSD lesen und schreiben kann – ziemlich wichtig, wenn die Startzeiten oder das Laden von Anwendungen extrem langsam sind.

  • Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator – drücken Sie Windows + R, geben Sie cmd ein und drücken Sie dann die Eingabetaste Ctrl + Shift + Enter.
  • Geben Sie die Eingabetaste ein winsat diskund drücken Sie die Eingabetaste Enter. Windows führt dann eine schnelle Festplattenprüfung durch.
  • Überprüfen Sie nach Abschluss des Vorgangs die Ergebnisse in der Ausgabe auf Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Werte unter 100 MB/s beim Lesen könnten auf einen langsamen Speicher hinweisen.

Hinweis: Für noch detailliertere Einblicke können Tools wie CrystalDiskInfo Auskunft über den Zustand des Laufwerks geben, aber für schnelle Geschwindigkeitsüberprüfungen reicht winsat aus.

Nutzen Sie das Diagnosetool Ihres Herstellers.

Die meisten Laptops und Desktop-PCs von Marken wie Dell, HP, Lenovo und ASUS verfügen über integrierte Diagnosefunktionen. Diese sind äußerst praktisch, insbesondere wenn Sie einen Hardwaredefekt vermuten – beispielsweise eine defekte Festplatte oder ein Problem mit dem Arbeitsspeicher.

  • Besuchen Sie die Support-Website des Herstellers und suchen Sie nach dessen Diagnosetool oder -hilfsprogramm. Dell bietet beispielsweise SupportAssist an.
  • Laden Sie das Tool herunter, führen Sie es aus und folgen Sie den Anweisungen für einen vollständigen Hardware-Scan.
  • Es meldet auftretende Probleme, sodass kein Rätselraten nötig ist.

Denken Sie daran: Diese Tools sind nur so gut wie die aktuellsten Updates – stellen Sie also sicher, dass Sie die neueste Version verwenden.

Was ist ein Computerleistungstest?

Hierbei handelt es sich im Grunde um eine Reihe standardisierter Tests, die den Zustand und die Geschwindigkeit Ihrer Hardware überprüfen. Es ist wie eine Art Gesundheitscheck für Ihren PC. Dabei werden die Leistung von CPU, RAM, GPU und Speicher gemessen, um Schwachstellen zu finden, die zu Verlangsamungen oder Abstürzen führen.

Warum einen Leistungstest durchführen?

  • Erkennen Sie defekte Hardware, bevor es zu spät ist, und vermeiden Sie so unangenehme Überraschungen.
  • Prüfen Sie, ob die letzten Aktualisierungen oder Upgrades tatsächlich etwas bewirkt haben.
  • Optimieren Sie die PC-Einstellungen für Ihre bevorzugten Aufgaben – egal ob Gaming, Videobearbeitung oder was auch immer.
  • Vergewissern Sie sich, dass Ihr System wie beworben funktioniert.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich meinen PC während des Tests benutzen?

Besser nicht. Manche Tests belasten Ihre Hardware stark, und andere Anwendungen können Störungen verursachen, die zu verfälschten Ergebnissen führen oder Abstürze riskieren.

Sind Benchmarks sicher für meinen Computer?

Im Großen und Ganzen ja. Sie erzeugen zwar eine gewisse Belastung, aber bei ausreichender Kühlung sollten sie keine Schäden verursachen. Trotzdem sollten sie nicht dauerhaft laufen – nur zum Testen.

Wie oft sollte ich einen Leistungstest durchführen?

Alle paar Monate ist ein Update empfehlenswert, insbesondere nach größeren Updates oder Hardwareänderungen. Häufiger, wenn Sie Verlangsamungen oder Instabilität feststellen.

Was, wenn meine Punktzahl niedrig ist?

Überprüfen Sie die Treiber, suchen Sie nach Windows-Optimierungen oder rüsten Sie gegebenenfalls die Hardware auf. Die oben verlinkten Anleitungen sind dabei sehr hilfreich.

Wie lange dauern die Tests üblicherweise?

Kurze Tests lassen sich in 5–10 Minuten abschließen, vollständige Benchmarks können aber auch bis zu 20 Minuten dauern. Das hängt davon ab, was Sie testen.

Zusammenfassung

Leistungstests durchzuführen ist zwar nicht glamourös, aber äußerst effektiv. Ob Sie Hardwarefehler aufspüren, die Leistungssteigerung durch Upgrades messen oder einfach nur den Zustand Ihres Systems im Blick behalten möchten – Tools wie der Windows-Leistungsmonitor, die Speicherdiagnose, der Task-Manager und Benchmark-Apps sind dabei unverzichtbar. Die richtigen Optimierungen, der Austausch defekter RAM-Riegel oder eine Speichererweiterung können einen deutlichen Unterschied machen. Kurz gesagt: Sie helfen Ihnen, Ihren PC in Topform zu halten, ohne sich die Haare raufen zu müssen.

Zusammenfassung

Solche Tests sind allemal besser, als einfach nur zu raten, was kaputt ist, oder wahllos Teile auszutauschen. Manchmal spart schon ein bisschen Wissen über die Funktionsweise der Hardware Zeit und Geld. Hoffentlich helfen diese Tipps jemandem, die Fehlersuche zu vereinfachen. Ich drücke die Daumen – es hat bei mehreren Systemen funktioniert, vielleicht klappt es ja auch bei dir.