Nach dem Update von Microsoft Office 2019 im Mai 2024 hat sich das Verhalten beim Einfügen von Inhalten merklich verändert, insbesondere beim Kopieren aus Browsern wie Chrome, Edge oder Firefox. Normalerweise funktionierte das Kopieren eines formatierten Textabschnitts von einer Webseite und das Einfügen in Word problemlos, wobei die Quellformatierung erhalten blieb. Doch nun scheint Word standardmäßig die Option „Formatierung zusammenführen“ anstelle von „Quellformatierung beibehalten“ zu verwenden. Dadurch werden praktisch alle HTML-Tags wie Fettdruck oder Kursivschrift entfernt, die man eigentlich behalten möchte.Ärgerlicherweise führt dies dazu, dass man oft nur noch einfachen Text erhält, der langweilig und uneinheitlich aussieht, selbst wenn man beim Einfügen die Option „Quellformatierung beibehalten“ ausgewählt hat.
Diese Änderung soll eigentlich die Dokumentkonsistenz verbessern und verhindern, dass zufällige HTML-Fehler Ihre Dateien beschädigen. In der Praxis ist sie jedoch eher lästig, insbesondere für diejenigen, die formatierten Inhalt aus dem Web in ihre Dokumente einfügen. Der Grund? Der Standard-Einfügemodus ist nun „Formatierung zusammenführen“.Dabei wird versucht, den Quellstil mit dem Dokumentstil zu verschmelzen, was aber meist zu einem Großteil der ursprünglichen Formatierung führt. Warum das so funktioniert, ist unklar, aber in manchen Konfigurationen wird es schnell ärgerlich – vor allem, wenn man die Formatierung von Anfang an sauber und vollständig beibehalten möchte.
Die gute Nachricht? Es gibt eine Lösung, sodass Sie nicht jedes Mal beim Einfügen manuell „Quellformatierung beibehalten“ auswählen müssen. Dazu müssen Sie lediglich die Office-Einstellungen anpassen. Wenn Sie möchten, dass Strg+V die Quellformatierung beibehält – denn wer möchte das nicht? –, dann ändern Sie die Standardeinstellung. Beachten Sie jedoch, dass diese Einstellungsänderung möglicherweise einen Neustart von Word oder Office erfordert, damit sie wirksam wird. Je nach Ihrer Office-Version kann es außerdem etwas knifflig sein.
Wie man beim Einfügen aus anderen Apps die Quellformatierung in Word beibehält
Methode 1: Standardeinstellungen für das Einfügen in den Word-Optionen ändern
Dies ist der einfachste Ansatz und so ziemlich das, was die meisten Leute tun, um wieder etwas Kontrolle zu erlangen.
- Öffnen Sie Word und gehen Sie dann zu Datei → Optionen → Erweitert.
- Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt „ Ausschneiden, Kopieren und Einfügen“. Hier wird es interessant, denn Word ermöglicht es Ihnen, das Verhalten beim Einfügen für verschiedene Szenarien festzulegen.
- Suchen Sie nach dem Dropdown-Menü mit der Bezeichnung „ Aus anderem Programm einfügen“. Standardmäßig ist dort wahrscheinlich „Formatierung zusammenführen“ ausgewählt.
- Ändern Sie die Einstellung auf „Quellformatierung beibehalten“. Dadurch Ctrl + Vwird bei jedem Drücken der Maustaste (oder beim Einfügen per Rechtsklick) versucht, den Text exakt so einzufügen, wie er in der Quelle angegeben ist – wodurch in den meisten Fällen Ihre Formatierung erhalten bleibt.
Diese Option weist Word im Grunde an: „Hey, hör auf, Stile zu mischen, und lass alles so, wie es ist.“ Das ist ideal, wenn man Textausschnitte von Webseiten oder anderen Anwendungen mit umfangreicher Formatierung kopiert. Ehrlich gesagt, funktioniert diese Änderung bei manchen Systemen nicht immer zuverlässig, und ich habe schon erlebt, dass Word sie erst nach einem Neustart anwendet. Normalerweise behebt sie aber ihr Problem.
Denn natürlich muss Word es unnötig kompliziert machen, aber diese kleine Änderung sollte dazu beitragen, dass Ihre Einfügegewohnheiten wieder etwas vernünftiger werden.
Methode 2: Verwenden Sie „Inhalte einfügen“ für mehr Kontrolle
Wenn Ihnen das Anpassen der Standardeinstellungen etwas zu riskant erscheint oder Sie eine detailliertere Kontrolle wünschen, ist „Inhalte einfügen“ eine weitere Option. Drücken Sie einfach die Eingabetaste Ctrl + Alt + Vund wählen Sie dann „Quellformatierung beibehalten“. Dies ist zwar ein manueller Schritt, garantiert aber, dass Ihre Formatierung bei Bedarf erhalten bleibt. In manchen Fällen ist dies schneller als das Hantieren mit den Standardeinstellungen, insbesondere beim Kopieren aus unvorhersehbaren Quellen.
Darüber hinaus gibt es auch Drittanbieter-Tools oder Add-Ins wie Winhance, die sich in Office einklinken, um eine noch feinere Steuerung des Einfügens zu ermöglichen. Ehrlich gesagt dürfte es für die meisten Benutzer aber ausreichen, mit den integrierten Optionen zu experimentieren.
Jedenfalls kann das Anpassen dieser Einstellungen viel Ärger ersparen, insbesondere beim häufigen Kopieren von Inhalten aus Webseiten. Man sollte das im Hinterkopf behalten, falls die Formatierung nach ein oder zwei Updates verloren geht.