Nichts ist frustrierender, als einen guten Artikel lesen zu wollen und dann an einer Bezahlschranke zu landen. Klar, die meisten großen Nachrichtenseiten drängen einen zum Abo, wenn man unbegrenzten Zugriff möchte. Aber wenn man keine Lust mehr darauf hat und einfach nur ab und zu mal einen Artikel lesen will, ohne zu bezahlen, gibt es ein paar Tricks, die manche Leute ausprobieren. Keine Rechtsberatung, aber für den privaten Gebrauch funktionieren diese Methoden meistens. Man sollte aber bedenken, dass sich das Internet ständig verändert und diese Tricks jederzeit nicht mehr funktionieren oder gesperrt werden können. Trotzdem: Wer Informationen ohne Abo sucht, findet hier einige gängige Optionen und ihre Funktionsweise.
Wie man Bezahlschranken umgeht, ohne den Verstand zu verlieren
Methode 1: Verwendung von smry.ai für schnelle Zusammenfassungen
smry.ai ist ziemlich praktisch. Es umgeht nicht nur Bezahlschranken, sondern liefert auch eine kurze Zusammenfassung des Artikels – ideal, wenn man nur die Kernaussage wissen will. Der Trick? Den Link des Artikels hinter der Bezahlschranke kopieren und dann https://smry.ai/ direkt vor die URL in der Adressleiste einfügen. Enter drücken, und schon wird der Inhalt kostenlos angezeigt. Es funktioniert quasi als Proxy und lädt den vollständigen Text im Hintergrund. Manchmal klappt es auf bestimmten Seiten besser, manche Nachrichtenportale sind da etwas resistenter, aber auf einer Seite lief es einwandfrei. Auf einer anderen Seite muss man eventuell die Seite aktualisieren oder den Cache leeren und es erneut versuchen.
Methode 2: RemovePaywall – eine spezielle Website zum Auslesen von Inhalten
RemovePaywall ( https://www.removepaywall.com/ ) ist eine weitere Option. Fügen Sie einfach den Link auf deren Webseite ein, und die Seite versucht, den vollständigen Artikel aus Archiven oder zwischengespeicherten Versionen zu extrahieren. Keine illegalen Machenschaften, aber eine praktische Möglichkeit, den gesamten Artikel kostenlos und ohne versteckte Kosten zu lesen. Es gibt sogar Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox. Beachten Sie jedoch, dass die Installation von Erweiterungen außerhalb der offiziellen Stores ein Sicherheitsrisiko darstellen kann – seien Sie daher vorsichtig.
Methode 3: PaywallBuster – Mittelsmann-Magie
PaywallBuster behauptet, lediglich als Vermittler zu fungieren und nichts zu hacken. Die Inhalte werden über die eigenen Server abgerufen. Kopieren Sie die URL Ihres Artikels hinter der Bezahlschranke, fügen Sie sie auf der Website ein und klicken Sie auf „ Bezahlschranke entfernen“. Manchmal lässt sich dies abkürzen, indem Sie „https://paywallbuster.com/articles?article=“ vor den Link setzen und die Eingabetaste drücken. Dadurch wird die Bezahlschranke umgangen und der Inhalt direkt angezeigt. Ob das legal ist, sei dahingestellt, aber für einen schnellen Überblick hat es sich bewährt.
Methode 4: Paywall umgehen – mehrere Quellen ausprobieren
Diese Seite funktioniert wie ein Aggregator. Gehen Sie zu Bye Bye Paywall, fügen Sie den Link hinter der Bezahlschranke ein und wählen Sie dann aus sechs verschiedenen Quellen diejenige aus, die den vollständigen Artikel lesen möchte. Es ist quasi ein „Verschiedene Portale ausprobieren“-Ansatz, der hilfreich sein kann, wenn manche Quellen gesperrt sind oder stärkere Bezahlschranken haben. Es funktioniert recht gut, aber manchmal bieten die Quellen nicht die aktuellsten Artikel an.
Methode 5: Die Geheimwaffe von Chrome, Edge oder Brave – Bezahlschranken umgehen mit der Clean-Erweiterung
Wenn Sie Chrome, Edge oder Brave verwenden, können Sie eine spezielle Erweiterung installieren, die die Bezahlschranken automatisch umgeht. Da diese nicht im Chrome Web Store verfügbar ist, müssen Sie die ZIP-Datei von GitHub herunterladen. Entpacken Sie die Datei und öffnen Sie anschließend in Ihrem Browser chrome://extensions (oder edge://extensions ).Aktivieren Sie den Entwicklermodus, klicken Sie auf „Entpackte Datei laden“ und wählen Sie den entsprechenden Ordner aus. Fertig. Jedes Mal, wenn Sie nun auf einen Artikel hinter einer Bezahlschranke gelangen, versucht die Erweiterung, den vollständigen Inhalt anzuzeigen. Beachten Sie, dass dies je nach Konfiguration ein Neuladen oder Deaktivieren anderer, störender Erweiterungen erforderlich machen kann. Der Vorteil dieser Methode? Kein Kopieren, kein Einfügen – sie funktioniert einfach im Hintergrund. Halten Sie jedoch Ausschau nach Updates oder möglichen Fehlern, da Webseiten natürlich ständig versuchen, solche Tricks zu umgehen.
Ist es legal, Bezahlschranken zu umgehen?
Ehrlich gesagt, ist das ziemlich fragwürdig. Bezahlschranken haben ihren Sinn – Verlage brauchen Einnahmen, und sie zu umgehen, kann als Diebstahl von Inhalten ausgelegt werden. Für persönliche Recherchen oder um schnell Informationen zu erhalten, mag das verständlich sein, aber wenn man es massenhaft oder gewinnbringend tut, ist das eine andere Sache. Der sicherste – und legalste – Weg ist, kostenlose Testversionen zu nutzen, den Lesemodus des Browsers zu verwenden oder sich auf frei zugängliche Quellen zu konzentrieren. Man sollte sich immer bewusst sein, dass es sich um eine Grauzone handelt und Webseiten ihre Sicherheitsvorkehrungen ständig verbessern.
Hilft ein VPN?
Ein VPN hilft nicht wirklich beim Umgehen von Bezahlschranken. Es kann zwar Ihre IP-Adresse verbergen oder Ihren Standort in ein anderes Land versetzen, aber die meisten Bezahlschranken sind an Cookies, Benutzerkonten oder eine bestimmte Anzahl kostenloser Artikel pro IP-Adresse gebunden. Das Löschen von Cookies und Cache oder einfach das Abwarten des monatlichen Kontingents kostenloser Artikel ist in der Regel zuverlässiger als ein VPN-Trick.