Interne Geräte, die in der Liste „Hardware sicher entfernen“ unter Windows Server 2019 angezeigt werden, können ziemlich ärgerlich sein. Besonders dann, wenn man befürchtet, dass jemand versehentlich ein wichtiges Bauteil wie die Netzwerkkarte oder den RAID-Controller durch Anklicken eines beliebigen Symbols in der Taskleiste trennt. Es ist etwas seltsam, aber Windows behandelt interne SATA-Laufwerke oder andere Hardware manchmal als entfernbar, obwohl sie es eindeutig nicht sind. Daher sind unter Umständen einige Anpassungen nötig – entweder über BIOS-/UEFI-Einstellungen oder Registry-Änderungen –, um klarzustellen, was intern ist und was nicht. Falls Sie die üblichen Methoden bereits ausprobiert haben und die internen Laufwerke weiterhin angezeigt werden, bietet Ihnen dieser Leitfaden einige praktische Lösungen, die sich in der Praxis bewährt haben.
So beheben Sie, dass interne Geräte in Windows Server 2019 nicht als Wechseldatenträger angezeigt werden
Methode 1: Hot-Plugging von SATA/SSD-Laufwerken im BIOS/UEFI deaktivieren
Dies sollten Sie als Erstes versuchen, da es direkten Einfluss darauf hat, wie Windows Ihre Laufwerke erkennt. Wenn Ihre SATA-/SSD-Festplatte in der Taskleiste als Wechseldatenträger angezeigt wird, kann das Deaktivieren der Hot-Plug -Unterstützung für diesen Controller im BIOS/UEFI das Problem beheben. WARUM das hilft: Wenn Hot-Plug aktiviert ist, behandelt Windows den Anschluss als jederzeit trennbar. Durch das Deaktivieren wird Windows signalisiert, dass das Laufwerk immer angeschlossen ist und daher nicht als Wechseldatenträger angezeigt werden sollte. WANN das zutrifft: Wenn interne Laufwerke mit dem Symbol für Wechseldatenträger angezeigt werden und Sie diese lieber ausgeblendet lassen oder als internen Speicher behandeln möchten. WAS SIE ERWARTEN KÖNNEN: Ihr Laufwerk wird nicht mehr in der Liste „Hardware sicher entfernen“ angezeigt, wodurch das Risiko eines versehentlichen Trennens verringert wird. Hinweis: Nicht alle BIOS/UEFI-Menüs sind gleich. Suchen Sie nach Einstellungen für „Hot-Plug“ oder „Hot-Swap-fähig“ für SATA- oder NVMe-Controller. Auf manchen Systemen finden Sie diese im Menü „SATA-Konfiguration“.Schlagen Sie gegebenenfalls im Handbuch Ihres Mainboards nach. Nach der Änderung der Einstellung starten Sie den Server neu und prüfen Sie, ob das Laufwerk noch als Wechseldatenträger angezeigt wird – manchmal benötigt Windows eine Aktualisierung oder einen Neustart, um die Hardware wieder ordnungsgemäß zu erkennen.
Methode 2: Verwenden Sie die Registrierungseinstellung „TreatAsInternalPort“.
Wenn BIOS-Anpassungen nicht möglich sind oder nicht geholfen haben, sollten Sie als Nächstes die Registry-Einstellungen überprüfen. Mit einer TreatAsInternalPortRegistry-Option können Sie Windows anweisen, die SATA-Anschlüsse als intern zu erkennen. WARUM das hilft: Windows verwendet diese Einstellung, um zu entscheiden, ob ein Geräteanschluss intern oder extern ist. Durch die Anpassung dieser Einstellung lassen sich Fehlalarme beheben. WANN das sinnvoll ist: Wenn Laufwerke trotz BIOS-Änderungen weiterhin als Wechseldatenträger angezeigt werden und Sie eine dauerhafte, rein softwarebasierte Lösung wünschen. WAS SIE ERWARTEN KÖNNEN: Nach der Bearbeitung der Registry sollten die Laufwerke als intern erkannt werden und nicht mehr in der Liste der Wechseldatenträger erscheinen. Wichtig: Erstellen Sie vor der Bearbeitung immer eine Sicherungskopie Ihrer Registry, denn Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Um die Registry-Einträge vorzunehmen, verwenden Sie einen Texteditor wie Notepad und erstellen oder bearbeiten Sie eine Datei mit folgendem Inhalt:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Disk]\n"TreatAsInternalPort"=dword:00000001
Greifen Sie mit auf diesen Schlüssel zu regedit.exeund starten Sie anschließend den Server oder einfach den Windows-Speicherdienst neu, um die Änderungen sofort anzuwenden. Manchmal ist ein Neustart jedoch einfacher und zuverlässiger.
Methode 3: Geräterichtlinien über Treibereigenschaften anpassen
Manche Speichercontroller verfügen über eigene Einstellungen, die festlegen, ob ein Datenträger sicher entfernt werden kann.Öffnen Sie den Geräte-Manager, suchen Sie Ihren Speichercontroller, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Eigenschaften“.Warum das hilfreich ist: Auf der Registerkarte „Richtlinien“ des Treibers finden Sie möglicherweise ein Kontrollkästchen für „Sicheres Entfernen von Datenträgern aktivieren“. Wann ist das relevant: Wenn das Laufwerk als Wechseldatenträger angezeigt wird, Sie es aber sperren oder ein versehentliches Auswerfen verhindern möchten. Was passiert: Das Gerät wird in den Modus „Nicht entfernbar“ versetzt, wodurch Verwirrung beim Benutzer vermieden wird. Vorgehensweise: – Öffnen Sie den Geräte-Manager (klicken Win + XSie auf Strg+Alt+F) – Suchen Sie den Controller unter „Speichercontroller“ oder ähnlich.– Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, wählen Sie „Eigenschaften “ und anschließend die Registerkarte „ Richtlinien “.– Ändern oder deaktivieren Sie die Einstellung „Sicher entfernen“.Hinweis: Nicht alle Controller verfügen über diese Registerkarte, aber sie kann bei unterstützter Hardware sehr hilfreich sein.
devices.hotplug = "FALSE". Denn natürlich muss Windows es selbst innerhalb von VMs unnötig kompliziert machen.
Methode 4: Das Symbol „Hardware sicher entfernen“ aus der Taskleiste ausblenden
Wenn alles andere fehlschlägt und Sie das Symbol einfach nur ausblenden möchten, damit niemand versehentlich darauf klickt, können Sie die Registrierung entsprechend anpassen. WARUM das hilft: Es behebt zwar nicht das eigentliche Problem, aber es entfernt das ständig störende Symbol aus der Taskleiste und reduziert so versehentliche Klicks. WANN das sinnvoll ist: Wenn das Symbol mehr Sorgen bereitet als tatsächliche Hardwareprobleme. WAS SIE ERWARTEN KÖNNEN: Das Symbol verschwindet, aber die Geräte sind weiterhin verbunden und funktionsfähig – sie werden nur nicht mehr in der Taskleiste angezeigt. So geht’s:
- Führen Sie das Programm aus
regedit.exeund navigieren Sie zu HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Applets\SysTray. - Ändern Sie den Wert des Parameters „Services“ von 31 (hex: 1F) auf 29 (hex: 1D).
- Um die Tray-Symbole ohne Neustart zu aktualisieren, führen Sie
systray.exefolgenden Befehl in einem Eingabeaufforderungs- oder PowerShell-Fenster aus:
start systray.exe
Alternativ können Sie die Registrierung über die Befehlszeile ändern:
reg query HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Applets\SysTray /v Services reg add HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Applets\SysTray /v Services /t reg_dword /d 29 /f && start systray.exe
Aber Achtung: Dieser Registrierungswert wird beim Abmelden oder Neustart zurückgesetzt. Um das Problem dauerhaft zu beheben, erstellen Sie daher eine geplante Aufgabe, die diesen Befehl beim Anmelden ausführt. So bleibt das Symbol sitzungsübergreifend ausgeblendet.
Methode 5: Tipp zum sicheren Entfernen von Geräten
Manche Nutzer machen sich Sorgen, USB- oder andere externe Laufwerke ohne sicheres Auswerfen zu entfernen. Die gute Nachricht: Ab Windows 10 Version 1809 ist das Schnell-Entfernen die Standardeinstellung für USB-Laufwerke. Das bedeutet, Sie können sie einfach abziehen, ohne den sicheren Entfernungsprozess durchführen zu müssen, und riskieren so keinen Datenverlust oder Datenbeschädigung. Wenn Sie die Option zum sicheren Auswerfen bevorzugen, verwenden Sie die Standardmethode: Wählen Sie das Laufwerk aus und klicken Sie auf „Stopp“.
Und für interne Hardware, wenn Sie wirklich etwas vom Stromnetz trennen müssen, verwenden Sie folgenden Befehl:
RunDll32.exe shell32.dll, Control_RunDLL hotplug.dll
Dadurch öffnet sich der Dialog „Hardware sicher entfernen“, in dem Sie Ihr Gerät auswählen und Windows anweisen können, es zu trennen – genau wie bei externen USB-Laufwerken. Etwas ungewöhnlich, aber praktisch, wenn Sie manuelle Verbindungen auf Produktionsservern oder Workstations trennen müssen.
Windows macht es einem mal wieder unnötig kompliziert, aber mit diesen Tipps ist es deutlich einfacher. Beachten Sie jedoch, dass Änderungen an der Registry oder den BIOS-Einstellungen Nebenwirkungen haben können. Nehmen Sie sich daher Zeit und testen Sie nach jeder Änderung, ob alles funktioniert.
Zusammenfassung
- Deaktivieren Sie Hot Plug im BIOS/UEFI, um zu verhindern, dass Laufwerke als Wechseldatenträger angezeigt werden.
- Verwenden Sie die
TreatAsInternalPortRegistrierungseinstellung, um den Laufwerksstatus zu klären. - Überprüfen Sie im Geräte-Manager die Geräterichtlinien für unterstützte Controller.
- Blenden Sie das Symbol „Sicher entfernen“ aus, wenn das Symbol weitere Probleme verursacht.
- Beachten Sie, dass Windows 10+ standardmäßig die Schnellentfernung für USB-Geräte aktiviert hat, sodass das Abziehen externer Laufwerke jetzt einfacher ist.
Zusammenfassung
Alle diese Methoden erfordern zwar etwas Aufwand, sind aber effektiv, um zu verhindern, dass interne Laufwerke als Wechseldatenträger erkannt werden. Ob BIOS-Anpassungen, Registry-Änderungen oder das Ausblenden von Symbolen – jeder Schritt hilft, versehentliches Abziehen oder Verwechslungen zu vermeiden. Manchmal geht es nur darum, das störende Symbol auszublenden, manchmal darum, Windows klarzumachen, dass bestimmte Anschlüsse fest verbunden sind. Hoffentlich ist dies eine schnelle Lösung, die später viel Ärger erspart.