So überprüfen Sie den Festplattenzustand mithilfe von SMART in Windows

Windows überwacht den Zustand Ihrer Festplatten heutzutage recht gut. Wenn SMART im BIOS/UEFI aktiviert ist, erhalten Sie Warnungen, sobald Probleme auftreten. Allerdings können diese Warnungen manchmal etwas ungenau oder verzögert sein. Daher ist es gut zu wissen, wie man SMART-Informationen selbst überprüft, insbesondere wenn Sie einen Festplattenausfall vermuten. Das Wissen um diese Informationen kann Ihnen später viel Ärger ersparen. Manchmal genügt ein kurzer Blick auf den Zustand Ihrer Festplatte, ohne sich mit Drittanbieter-Tools herumschlagen oder auf die nächste Windows-Warnung warten zu müssen.

So überprüfen Sie den SMART-Status der Festplatte unter Windows ohne zusätzliche Software

Überprüfen Sie dies mit den integrierten Befehlszeilentools.

Dies ist der einfachste Weg, um zu überprüfen, ob Windows Ihre Festplatten als fehlerfrei einstuft. Es werden zwar nicht alle Details angezeigt, aber es ist ein schneller Plausibilitätstest.Öffnen Sie einfach eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten (d.h.mit Windows Ctrl + Shift + Esc7.0.0, dann Datei > Neuen Task ausführen, geben cmdSie „Windows 7.0…

  • Tippen wmic diskdrive get statusund drücken Enter.

Wenn alles in Ordnung ist, wird der Status OKfür jedes Laufwerk angezeigt. Sollte es jedoch Probleme geben – beispielsweise mit einem Fehlercode von 0 Caution, Bad1 oder Unknown2 –, könnte Ihr Laufwerk beschädigt sein. In diesem Fall empfiehlt es sich, so schnell wie möglich ein Backup zu erstellen.

Verwenden Sie PowerShell für detailliertere Informationen.

Bei manchen Konfigurationen ist eine detailliertere Vorgehensweise erforderlich, insbesondere wenn Sie Vorgänge automatisieren oder mehrere Festplatten gleichzeitig überprüfen möchten.Öffnen Sie PowerShell als Administrator ( Start> geben Sie „PowerShell“ ein > Rechtsklick > Als Administrator ausführen ).

  • Überprüfen Sie den Gesamtstatus von „Ausfallvorhersage“:Get-WmiObject -Namespace root\wmi -Class MSStorageDriver_FailurePredictStatus

Hier können Sie feststellen, ob die Festplatte einen vorhergesagten Ausfall meldet (achten Sie auf PredictFailure = FALSE – gut, andernfalls sollten Sie ein Backup erstellen und mit dem Testen des Laufwerks beginnen).

Auf manchen Rechnern kann dieser Befehl Fehler verursachen, wenn WMI fehlerhaft ist. Manchmal hilft es, das WMI-Repository neu zu erstellen ( diese Anleitung kann dabei helfen).In den meisten Fällen funktioniert er aber problemlos, wenn WMI einwandfrei funktioniert.

Überprüfen Sie detaillierte SMART-Attribute mit PowerShell.

Für genauere Informationen – Temperatur, Lese-/Schreibfehler, Verschleißgrade – können Sie Befehle wie die folgenden ausführen:

Get-Disk | Foreach-Object { $_ | Get-StorageReliabilityCounter | Format-List }

Dieses Programm gibt für jede Festplatte eine Reihe von Zählern aus, die den Verschleißgrad und eventuelle Fehler anzeigen. Insbesondere bei SSDs lässt sich die verbleibende Lebensdauer ablesen – meine SSD weist nach Hunderten von Gigabyte Schreibvorgängen einen Verschleißgrad von unter 0, 2 % auf, was ein gutes Zeichen ist.

Direkte Anzeige von Informationen zur physischen Festplatte

Ein weiteres nützliches Cmdlet ist:

Get-PhysicalDisk | Select-Object *

Dies bietet einen umfassenden Überblick, einschließlich Gesundheitszustand und anderer wichtiger Kennzahlen – sehr nützlich für schnelle Überprüfungen oder die Erstellung automatischer Berichte. Um Festplatten mit schlechtem Zustand zu erkennen, können Sie filtern:

Get-PhysicalDisk | Where-Object {$_. HealthStatus -ne 'Healthy'}

Auf diese Weise erkennen Sie schnell eventuell vorhandene Problemlaufwerke.

Dinge, die man beachten sollte

Zunächst muss SMART im BIOS/UEFI aktiviert sein – das ist eigentlich selbstverständlich, wird aber manchmal übersehen, insbesondere bei selbstgebauten Systemen. Diese Information gilt außerdem nur für *lokale* Laufwerke. Externe Laufwerke, die über USB, RAID oder Netzwerkfreigaben angeschlossen sind, liefern keine SMART-Daten.

Und ja, manchmal macht WMI Macken – dann muss man das Repository neu aufbauen oder den Windows Management Instrumentation-Dienst neu starten ( so geht’s ), aber meistens liefern die oben genannten Befehle nur eine kurze Momentaufnahme des Laufwerkszustands.

Mir persönlich reichen diese integrierten Tools völlig aus, um den Zustand der Festplatte im Auge zu behalten, ohne auf Software von Drittanbietern zurückgreifen zu müssen. Außerdem ist es beruhigend zu wissen, dass man sich nicht blind auf die Warnungen von Windows verlassen muss – eine eigene Überprüfung kann wirklich helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen.

Zusammenfassung

  • Führen Sie das Skript wmic diskdrive get statusin der CMD-Konsole mit Administratorrechten aus, um schnell Einblicke in den Systemzustand zu erhalten.
  • Verwenden Sie PowerShell-Befehle wie Get-WmiObject...oder Get-PhysicalDiskfür detaillierte Informationen.
  • Stellen Sie sicher, dass SMART in Ihrem BIOS/UEFI aktiviert ist, um genaue Messwerte zu erhalten.
  • Beachten Sie, dass externe Laufwerke oder gemeinsam genutzte Laufwerke die SMART-Daten möglicherweise nicht auf die gleiche Weise melden.

Zusammenfassung

Die SMART-Informationen mit Windows-Tools auszulesen ist kein Hexenwerk, aber etwas versteckt, wenn man nicht weiß, wo man suchen muss. Regelmäßige Festplattenprüfungen können später viel Ärger ersparen – besonders bei älteren Festplatten oder wichtigen Daten. Hoffentlich hilft dieser Artikel dabei, die Festplatten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, ohne auf komplizierte Drittanbieter-Apps angewiesen zu sein. Hoffentlich entdeckt so jemand rechtzeitig einen Festplattenausfall.