Die Einrichtung von RDS auf Windows Server kann etwas knifflig sein, insbesondere wenn diese lästigen Lizenzwarnungen auftauchen oder die Ereignis-ID 18 angezeigt wird. Man hat fast den Eindruck, Windows wolle einem unnötige Hürden in den Weg legen, nur damit der Remote-Desktop reibungslos funktioniert. Normalerweise treten diese Fehler auf, wenn der Lizenzierungsmodus nicht korrekt konfiguriert oder noch kein Lizenzserver aktiviert wurde. Das bedeutet, dass sich RDS in einer Art Sicherheitslücke befindet und nach einer gewissen Zeit keine Benutzerverbindungen mehr möglich sind. Da Windows die Fehlersuche nicht gerade einfach macht, folgt hier eine Übersicht, was Sie überprüfen sollten und wie Sie das Problem beheben können, ohne sich die Haare zu raufen.
Wie man RDS-Lizenzierungsprobleme auf Windows Server behebt
Überprüfen Sie Ihre Lizenzeinstellungen mit dem Diagnosetool
Dies ist der erste Schritt, wenn Warnungen oder Ereignisprotokolle mit der ID 18 angezeigt werden. Der Remotedesktop-Lizenzdiagnosedienst (ausgeführt mit lsdiag.msc) hilft Ihnen, Lizenzprobleme zu erkennen.Öffnen Sie dazu einfach den Server-Manager, navigieren Sie zu „Tools“, dann zu „Remotedesktopdienste“ und wählen Sie den Remotedesktop-Lizenzdiagnosedienst aus. Dieser informiert Sie, wenn der Server keine Lizenzen findet, nicht aktiviert ist oder der Modus falsch eingestellt ist.
Wenn eine Fehlermeldung wie „Lizenzen sind nicht verfügbar“ oder „Der Lizenzierungsmodus für den Remotedesktop-Sitzungshost ist nicht konfiguriert“ angezeigt wird, dann wissen Sie, woran es liegt – stellen Sie den Modus ein und verweisen Sie ihn auf einen Lizenzserver.
Lizenzierungsmodus per Gruppenrichtlinie konfigurieren (empfohlen)
Dies ist die einfachste Methode, insbesondere wenn sich Ihr Server in einer Domäne befindet.Öffnen Sie gpmc.msc (die Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole) oder, falls Sie den Server lokal betreiben, gpedit.msc. Navigieren Sie zu Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Remotedesktopdienste > Remotedesktopsitzungshost > Lizenzierung.
- Verwenden Sie die angegebenen Remotedesktop-Lizenzserver: Aktivieren Sie diese Einstellung und geben Sie die Adresse(n) Ihres/Ihrer Lizenzservers ein. Wenn sich der Lizenzserver auf demselben Rechner befindet, geben Sie einfach „.“ ein
127.0.0.1. Bei mehreren Servern trennen Sie die Adressen durch Kommas. - Legen Sie den Lizenzierungsmodus für Remote-Desktop fest: Wählen Sie entweder „Pro Benutzer“ oder „Pro Gerät“. Dies hängt von Ihrem Lizenztyp ab.
Auf einem eigenständigen RDS-Host (der keiner Domäne angehört) können Sie gerätebezogene CALs nur über lokale Richtlinien verwenden. Auf Servern, die einer Domäne angehören, ist die Festlegung des Modus über Gruppenrichtlinienobjekte (GPO) am zuverlässigsten. Dadurch sollte Windows Ihre Lizenzkonfiguration erkennen.
Alternativ können Sie den Lizenzierungsmodus über PowerShell konfigurieren.
Manchmal ist das Herumstöbern in Gruppenrichtlinienobjekten (GPO) nicht Ihr Ding, oder Sie möchten es lieber automatisieren. Hier ist eine schnelle Lösung:
$setting = Get-WmiObject -Namespace "Root\CIMV2\TerminalServices" -Class Win32_TerminalServiceSetting $setting. SetSpecifiedLicenseServerList("uk-rdslic1.woshub.com") $setting. ChangeMode(4) # 4 for Per User, 2 for Per Device
Gute Nachricht: Falls Ihr Lizenzserver nicht aufgeführt ist oder der Modus nicht stimmt, können Sie das mit diesen Befehlen in Sekundenschnelle beheben. Ersetzen Sie einfach „uk-rdslic1.woshub.com“ durch Ihren tatsächlichen Lizenzserver und wählen Sie die richtige Modusnummer.(4 steht für „Pro Benutzer“, 2 für „Pro Gerät“).
Für die Kommandozeilen-Krieger: Registry-Hack
Windows versteckt bekanntlich gerne einige Einstellungen in der Registrierung. Um Lizenzinformationen manuell zu überprüfen oder festzulegen, öffnen Sie regedit.exe und navigieren Sie zu:
HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Terminal Server\RCM\Licensing Core
Suchen Sie hier nach dem DWORD-Wert „ LicensingMode “.Dessen Wert ist wahrscheinlich 5, wenn er nicht konfiguriert ist – das bedeutet „nicht festgelegt“.Um auf „Pro Gerät“ umzuschalten, ändern Sie ihn auf „ 2Pro 4Benutzer“.Tragen Sie außerdem unter HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Terminal Server\Parameters für den Schlüssel „LicenseServers “ die Adresse Ihres Lizenzservers, durch Kommas getrennt, ein.
Wer lieber Skripte verwendet, kann PowerShell-Befehle wie die oben genannten verwenden. Wichtig: Nach der Bearbeitung der Registrierung muss der Server neu gestartet werden, damit die Änderungen wirksam werden.
Überprüfung und Neustart
Nachdem Sie alles konfiguriert haben, starten Sie den Remotedesktopdienste -Dienst oder den Server neu. Führen Sie anschließend den RD-Lizenzdiagnoser erneut aus. Wenn alle Ergebnisse grün angezeigt werden, ist Ihr Lizenzierungsproblem behoben.
Profi-Tipp: Falls Firewall-Regeln bestimmte Ports blockieren, müssen Sie möglicherweise TCP 135, 139, 445 oder UDP 137/138 öffnen, damit die Lizenzkommunikation reibungslos funktioniert. Verwenden Sie [Tool/Befehl einfügen], Test-NetConnectionum den Portstatus zu überprüfen.
Wenn Ihr Lizenzserver älter ist oder neuere Windows Server CALs nicht unterstützt, können auch nach der Einrichtung weiterhin Fehler auftreten. Ein Upgrade des Betriebssystems Ihres Lizenzservers oder die Bereitstellung eines neuen Remotedesktoplizenzhosts, der mit Ihrer aktuellen Windows Server-Version kompatibel ist, kann dieses Problem beheben – es geht um Kompatibilität.