So beheben Sie RDP-Verbindungsabbrüche unter Windows 11 nach dem Update 25H2/24H2

Sie verbinden sich per Remote Desktop, die Verbindung funktioniert eine Weile und bricht dann ständig ab? Echt nervig! Besonders häufig tritt das nach den großen Microsoft-Updates 24H2 oder 25H2 auf, die anscheinend etwas im Verschlüsselungsprotokoll der RDP-Zertifikate durcheinandergebracht haben. Ehrlich gesagt, fühlt es sich an, als hätte Microsoft etwas so kaputt gemacht, dass man sich am liebsten die Haare raufen möchte. Zum Glück gibt es aber ein paar Lösungsansätze. Dieser Leitfaden beschreibt, was bereits ausprobiert wurde, was tatsächlich geholfen hat und einige Tricks, mit denen Sie die Verbindung möglicherweise wieder stabilisieren können.

Das Kernproblem besteht darin, dass die letzten Updates die Art und Weise verändert haben, wie Windows die RSA-Verschlüsselung für RDP-Zertifikate handhabt. Dieses neue Verhalten kollidiert mit der Authentifizierung von RDP-Sitzungen und führt zu fehlgeschlagenen Zertifikatsneuverhandlungen – die Verbindung startet zwar, bricht aber immer wieder ab. Microsoft hat zwar einen außerplanmäßigen Fix (KB5078127) veröffentlicht, aber nicht jeder erhält ihn sofort, insbesondere wenn Windows optionale Updates nicht automatisch installiert hat. Auch der von RDP verwendete UDP-Datenverkehr kann Probleme verursachen. Daher gibt es Workarounds, die das Anpassen der Netzwerkeinstellungen oder das direkte Zurücksetzen der Zertifikate beinhalten. Falls Ihre Remote-Sitzungen in letzter Zeit Probleme bereiten, versuchen Sie die folgenden Schritte der Reihe nach.

So beheben Sie RDP-Verbindungsabbrüche unter Windows 11 nach den neuesten Updates

Lösung 1: Installieren Sie das Update KB5078127.

Das ist die einfachste Lösung: Falls ein Update für Ihr System verfügbar ist, installieren Sie es. Es behebt den Kryptografiefehler, der die Zertifikatsneuverhandlung verhindert. Stellen Sie sicher, dass Ihr System entweder für automatische Updates konfiguriert ist oder dass Sie manuell nach Updates suchen.

  1. Drücken Sie Windows + I, um die Einstellungen zu öffnen.
  2. Gehen Sie im Menü zu Windows Update.
  3. Klicken Sie auf „Nach Updates suchen“. Manchmal wird KB5078127 als optionales Update angezeigt, also übersehen Sie das nicht.
  4. Wenn Sie es sehen, wählen Sie es aus und installieren Sie es. Wahrscheinlich ist anschließend ein Neustart erforderlich.
  5. Versuchen Sie nach dem Neustart erneut, eine RDP-Verbindung herzustellen. Manchmal funktioniert es beim ersten Versuch, manchmal sind ein oder zwei Neustarts erforderlich.

Falls das Update nicht angezeigt wird oder Ihr Computer es verpasst hat, keine Sorge – es gibt weitere Optionen (siehe unten).Überprüfen Sie außerdem, ob Windows so eingestellt ist, dass Updates sofort installiert werden, insbesondere wenn automatische Updates deaktiviert oder verzögert sind.

Lösung 2: Registry anpassen, um RSA-Patch zu deaktivieren

Manchmal ist das Update noch nicht verfügbar oder lässt sich nicht korrekt installieren, aber Sie möchten das Verbindungsproblem trotzdem beheben. Durch Setzen des Registrierungsschlüssels „DisableCapiOverrideForRSA“ auf 0 wird das RSA-Verhalten von Windows auf den vorherigen Zustand zurückgesetzt. Etwas ungewöhnlich, aber es funktioniert bei manchen Konfigurationen.

So geht’s:

  1. Drücken Sie Windows + R, geben Sie dann ein regeditund drücken Sie die Eingabetaste.
  2. Klicken Sie auf „Ja“, wenn die Benutzerkontensteuerung Sie dazu auffordert.
  3. Im Registrierungseditor navigieren Sie zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Cryptography\Calais.
  4. Suchen Sie rechts nach „DisableCapiOverrideForRSA “.Falls diese Option fehlt, müssen Sie sie erstellen:
    • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle und wählen Sie Neu > DWORD-Wert (32-Bit).
    • Gib ihm einen Namen DisableCapiOverrideForRSA.
  5. Doppelklicken Sie auf diesen Eintrag und setzen Sie den Wert auf 0.
  6. Schließen Sie den Registrierungseditor und starten Sie Ihren Computer neu.

Sobald dies erledigt ist, sollte Windows das fehlerhafte RSA-Verhalten, das die Verbindungsabbrüche verursacht, einstellen. Beachten Sie, dass diese Einstellung auf jedem betroffenen Rechner bzw. Benutzerprofil angewendet werden muss.

Lösung 3: UDP-Datenverkehr in RDP deaktivieren

Ein weiteres bekanntes Problem betrifft den UDP-Datenverkehr, der von den neuesten Updates mitunter fehlerhaft verarbeitet wird und dadurch Instabilität verursacht. Durch Deaktivieren von UDP wird RDP gezwungen, auf TCP zurückzugreifen, was derzeit tendenziell stabiler ist.

So deaktivieren Sie UDP für RDP:

  1. Drücken Sie Windows + R, geben Sie ein gpedit.mscund drücken Sie dann die Eingabetaste.
  2. Navigieren Sie zu: Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Remotedesktopdienste.
  3. Klicken Sie auf Remotedesktopverbindungsclient.
  4. Suchen Sie nach „UDP auf dem Clientcomputer deaktivieren“ – doppelklicken Sie auf diese Einstellung.
  5. Stellen Sie die Option auf „Aktiviert“ und klicken Sie auf „Anwenden“ und anschließend auf „OK“.
  6. Starten Sie Ihren PC zur Sicherheit neu.

Dadurch verschwinden die Verbindungsabbrüche manchmal, da RDP nun ausschließlich TCP verwendet und somit UDP-bedingte Fehler umgeht. Es ist zwar nicht optimal, aber Stabilität ist das A und O.

Lösung 4: RDP-Zertifikat löschen und neu erstellen

Wenn das RDP-Zertifikat selbst beschädigt ist – was nicht ungewöhnlich ist, wenn Ihr System mehrere Updates erhalten oder manuelle Zertifikatsänderungen vorgenommen wurden – kann eine Neugenerierung helfen. Dies gilt insbesondere, wenn Verbindungsabbrüche direkt nach einem Update oder einer Zertifikatsänderung auftreten.

  1. Drücken Sie Windows + R, geben Sie ein certlm.mscund drücken Sie dann die Eingabetaste.
  2. Klicken Sie in der linken Seitenleiste auf Remotedesktop.
  3. Auf der rechten Seite finden Sie das selbstsignierte RDP-Zertifikat – klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Löschen“.
  4. Drücken Sie anschließend erneut die Windows-Taste + R, geben Sie ein services.mscund drücken Sie die Eingabetaste.
  5. Suchen Sie die Remotedesktopdienste, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „ Neu starten “.Windows generiert nach dem Neustart des Dienstes automatisch ein neues Zertifikat.
  6. Versuchen Sie nun, die Verbindung wiederherzustellen – hoffentlich behebt das neue Zertifikat das Problem.

Diese Methode ist im Prinzip ein „Wir setzen das Zertifikat einfach mal zurück und hoffen, dass es funktioniert“-Ansatz – in manchen Fällen ist sie bahnbrechend. In anderen weniger, aber einen Versuch ist sie wert.

Lösung 5: Überprüfen Sie die Berechtigungen für den Ordner „MachineKeys“.

Manchmal kann RDP nicht auf das Zertifikat zugreifen, weil die Berechtigungen für den Ordner, in dem Windows die privaten Schlüssel speichert, nicht korrekt sind. Wenn der Ordner „MachineKeys“ nicht erreichbar ist, schlägt die Neuverhandlung oder Erstellung des Zertifikats fehl, und es kommt zu Verbindungsabbrüchen.

  1. Öffnen Sie den Datei-Explorer ( Windows + E ) und fügen Sie diesen Pfad in die Adressleiste ein:

    C:\ProgramData\Microsoft\Crypto\RSA

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner „MachineKeys“ und wählen Sie „Eigenschaften“.
  3. Gehen Sie zum Reiter „Sicherheit“ und klicken Sie auf „Bearbeiten“.
  4. Stellen Sie sicher, dass Administratoren, System und Netzwerkdienste die volle Kontrolle haben.
  5. Falls welche fehlen, klicken Sie auf Hinzufügen > Erweitert > Jetzt suchen und wählen Sie die entsprechende Gruppe aus. Klicken Sie anschließend auf OK.
  6. Stellen Sie sicher, dass jeder über Lese- und Schreibberechtigungen verfügt, insbesondere wenn andere Benutzer beteiligt sind.
  7. Starten Sie anschließend die Remotedesktopdienste über services.msc neu – das ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass Windows die Berechtigungsänderungen erkennt.

Wenn Windows nicht auf den Ordner mit den Maschinenschlüsseln zugreifen kann, schlägt die Sitzungsaushandlung fehl. Die Überprüfung der Berechtigungen ist eine Art versteckter Lösungsansatz, der viel Ärger ersparen kann.

Wie man verhindert, dass dies erneut passiert

  • Installieren Sie KB5078127 so schnell wie möglich, sobald es verfügbar ist.
  • Aktivieren Sie in den Windows Update-Einstellungen die Option „Neueste Updates abrufen“, um frühzeitig Fehlerbehebungen zu erhalten.
  • Testen Sie RDP-Verbindungen sofort nach größeren Updates – Vorsicht ist besser als Nachsicht.
  • Lassen Sie den Registrierungsschlüssel DisableCapiOverrideForRSA vorsichtshalber auf 0 gesetzt, bis Microsoft offiziell bestätigt, dass das Problem behoben ist.

Andere fragen auch

Warum gibt es nach den letzten Updates Probleme mit RDP unter Windows 11 24H2?

Microsoft hat die RSA-Verschlüsselung für Remote-Desktop-Zertifikate geändert, wodurch der Handshake in vielen Konfigurationen fehlschlägt. Als Lösung kann das außerplanmäßige Update KB5078127 installiert oder der Registrierungswert „DisableCapiOverrideForRSA“ vorübergehend auf 0 gesetzt werden.

Treten diese Probleme nur beim 24H2-Update auf?

Anscheinend sind hauptsächlich die Windows-Versionen 24H2 und 25H2 die Ursache, aber es treten auch andere ungewöhnliche Fehler wie Darstellungsfehler, hängende Benachrichtigungen usw.auf. Microsoft arbeitet an Fehlerbehebungen. Halten Sie Windows daher auf dem neuesten Stand und prüfen Sie regelmäßig, ob optionale Updates verfügbar sind.

Warum bricht meine RDP-Sitzung ständig willkürlich ab?

Vermutlich liegt es an dem Problem mit der RSA-Verschlüsselung, insbesondere nach den letzten Updates. Die Installation von KB5078127, die Anwendung des Registry-Tweaks oder die Deaktivierung des UDP-Verkehrs können das Problem zumindest vorübergehend stabilisieren. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich die Kombination dieser Maßnahmen.

Hoffentlich helfen diese Tipps, die Remote-Verbindung wiederherzustellen. Es ist ziemlich ärgerlich, aber mit etwas Geduld und ein paar Änderungen in der Registry lässt sich das Problem meist beheben. Ich drücke die Daumen, dass sich jemand dadurch viel Ärger erspart.