Wenn Ihr Laptop trotz angeschlossenem Netzteil eine Warnung wegen niedrigem Akkustand anzeigt, ist das wirklich ärgerlich. Meistens liegt es an einer Kombination aus Hardware-Problemen oder Softwarefehlern – beispielsweise daran, dass der Akku die Stromzufuhr nicht richtig erkennt oder das Ladegerät defekt ist. Manchmal liegt es auch daran, dass Windows die tatsächliche Akkukapazität oder die Energieeinstellungen nicht korrekt erkennt. Unabhängig von der Ursache lohnt es sich, einige häufige Probleme zu überprüfen, um das Problem zu beheben. Dadurch können Sie sich später möglicherweise einen neuen Akku oder eine Reparatur des Mainboards ersparen. Schauen wir uns also einige bewährte Lösungen an, die bei anderen Nutzern funktioniert haben (und einige, die bei bestimmten Konfigurationen nicht so gut funktioniert haben, aber einen Versuch ist es wert).
Wie man die Warnung vor niedrigem Akkustand beim Laptop im Netzbetrieb behebt
Überprüfen Sie die Stromquelle und das Kabel.
Es wirkt fast so, als würde jeder den ersten Schritt auslassen, aber ehrlich gesagt: Wenn Ihr Ladegerät oder Ihre Steckdose nicht funktioniert, bringen Ihnen auch die besten Software-Optimierungen nicht viel. Prüfen Sie, ob die Steckdose überhaupt funktioniert, indem Sie ein anderes Gerät anschließen. Manchmal lösen Steckdosen den FI-Schutzschalter aus oder liefern nicht genügend Strom. Untersuchen Sie das Ladegerät genau auf Beschädigungen – ausgefranste Kabel, Verfärbungen oder ungewöhnliche Biegungen. Die Ladeanzeige (falls vorhanden) sollte leuchten, wenn das Ladegerät angeschlossen ist. Leuchtet sie nicht, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass das Ladegerät oder der Anschluss defekt sein könnte. Versuchen Sie es mit einem anderen kompatiblen Ladegerät, falls Sie eines zur Hand haben, insbesondere bei älteren Laptops, bei denen das Original-Ladegerät möglicherweise langsam an Leistung verliert.Überprüfen Sie auch die Verbindung, denn USB-C- oder Hohlstecker können sich lockern oder so stark verschmutzen, dass sie Ladeprobleme verursachen. Und ja, reinigen Sie die Kontakte vorsichtig, wenn sie verschmutzt aussehen – sicher ist sicher.
Bei manchen Konfigurationen scheint das Ladegerät in Ordnung zu sein, aber der Akku lädt trotzdem nicht. Dann muss man tiefergehende Maßnahmen ergreifen, wie z. B.die Batterie neu kalibrieren oder Treiber aktualisieren. Doch mit den Grundlagen anzufangen, kann viel Ärger ersparen.
Batterie neu einsetzen oder austauschen (bei Modellen mit herausnehmbarer Batterie)
Diese Methode eignet sich eher für Nutzer, die den Akku problemlos entnehmen können, ist aber überraschend effektiv. Lose oder korrodierte Kontakte können dazu führen, dass Windows fälschlicherweise annimmt, der Akku würde nicht geladen. Schalten Sie das Gerät vollständig aus, trennen Sie alle Kabel und entnehmen Sie den Akku vorsichtig. Reinigen Sie die Kontakte mit einem trockenen, fusselfreien Tuch – verwenden Sie keine Flüssigkeiten, da Laptops Korrosion nicht vertragen. Setzen Sie den Akku wieder ein und achten Sie darauf, dass er hörbar einrastet. Schließen Sie anschließend das Ladegerät wieder an und schalten Sie das Gerät ein. Wenn es sich nur um eine lose Verbindung handelte, behebt dies manchmal das Problem mit der Warnung. Bei manchen Geräten vergisst Windows dadurch die alten Akkuinformationen; eine anschließende Kalibrierung kann daher hilfreich sein.
Hier ein kleiner Tipp: Falls das nicht geholfen hat, kann eine Kalibrierung des Akkus mit den integrierten Tools oder einer Drittanbieter-Software die Messwerte präzisieren. Bedenken Sie jedoch, dass ein erneutes Einsetzen des Akkus diesen nicht retten kann, wenn seine Kapazität stark nachgelassen hat.
Führen Sie die Problembehandlung für die Energieverwaltung aus (Windows 10/11).
Dies ist eine Art automatisches Problemlösungsprogramm, das versucht, Probleme mit der Energieverwaltung aufzuspüren. Wenn Windows die Akkukapazität falsch anzeigt oder das Ladegerät nicht erkennt, findet dieses Tool oft die Ursache.Öffnen Sie Einstellungen > System > Problembehandlung > Andere Problembehandlungen, klicken Sie dann auf Energie und anschließend auf Problembehandlung ausführen. Folgen Sie den Anweisungen und prüfen Sie, ob Lösungsvorschläge wie das Zurücksetzen von Energiesparplänen oder das Aktualisieren von Treibern angezeigt werden. Gelegentlich schlägt das Programm vor, bestimmte Geräte zu deaktivieren und wieder zu aktivieren oder eingebettete Controller zurückzusetzen – manchmal reicht das bereits aus, um Fehlalarme wegen niedrigem Akkustand zu beheben.
Bei manchen Systemen kann die Problembehandlung eine seltsame Fehlermeldung ausgeben oder das Problem nicht finden, aber es handelt sich um eine schnelle Überprüfung, die etwas Zeit sparen kann.
Aktualisieren oder installieren Sie den Akkutreiber neu.
Akkutreiber fungieren als Schnittstelle zwischen Windows und Ihrer Hardware. Manchmal veralten oder werden sie beschädigt und verursachen Fehlalarme bezüglich des Ladezustands. Um dies zu beheben, öffnen Sie den Geräte-Manager mit Windows + X und wählen Sie „Geräte-Manager“. Erweitern Sie anschließend den Abschnitt „Akkus“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Microsoft ACPI-konformer Akku“ und wählen Sie „Gerät deinstallieren“. Keine Sorge – Windows installiert den Treiber nach einem Neustart automatisch neu. Starten Sie Ihren Computer einfach neu. Falls der Treiber die Ursache war, lädt Windows einen aktuellen Treiber. Sollten die Probleme weiterhin bestehen, besuchen Sie die Support-Website Ihres Laptop-Herstellers, um die neueste Treiberversion herunterzuladen – manchmal ist der standardmäßige Windows-Treiber einfach zu alt oder inkompatibel.
Erfahrungsgemäß behebt die Neuinstallation der Treiber gelegentliche Fehlanzeigen, ist aber kein Wundermittel, wenn der Akku defekt ist. Dennoch ist es einen Versuch wert, bevor man einen Hardwareaustausch in Betracht zieht.
BIOS oder Firmware aktualisieren
BIOS-Updates klingen zwar beängstigend, beheben aber oft Probleme mit der Energieverwaltung. Wenn die Firmware Ihres Laptops nicht aktuell ist, kann es zu Fehlalarmen bezüglich des Akkustands oder falschen Ladeinformationen kommen. Besuchen Sie die Support-Seite Ihres Laptop-Herstellers (HP, Dell, Lenovo usw.), laden Sie das neueste BIOS herunter und befolgen Sie die Update-Anweisungen sorgfältig. Normalerweise müssen Sie dazu eine Update-Datei unter Windows ausführen oder das BIOS von einem USB-Stick flashen. Unterbrechen Sie den Vorgang nicht, sobald er gestartet ist, sonst riskieren Sie einen Totalausfall. Meiner Erfahrung nach ist dies eher eine langfristige Lösung, insbesondere wenn Windows-Updates oder Systeminstabilität mit Problemen der Stromversorgung zusammenhängen.
Energieverwaltungseinstellungen zurücksetzen
Dies ist im Prinzip eine Art „Alles zurücksetzen“.Windows verfügt über zahlreiche Einstellungen, die das Laden und Entladen Ihres Akkus steuern – diese können mitunter beschädigt werden oder sich aufhängen. Gehen Sie zu Systemsteuerung > Hardware und Sound > Energieoptionen. Klicken Sie neben Ihrem aktiven Energiesparplan auf „Energiesparplaneinstellungen ändern“ und anschließend auf „Standardeinstellungen für diesen Plan wiederherstellen“. Speichern Sie die Einstellungen, starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob die Warnung verschwunden ist. Beachten Sie, dass das Zurücksetzen eines Energiesparplans dessen Verhalten verändern kann, falls er auf Akkulaufzeit oder Leistung optimiert wurde. Passen Sie ihn daher gegebenenfalls später an.
Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie feststellen, dass der Akku nach dem Ausprobieren anderer Einstellungen oder dem Befolgen anderer Lösungsansätze als „wird nicht geladen“ angezeigt wird.
Ersetzen Sie eine defekte Batterie
Manchmal ist die Ursache einfach ein verschlissener Akku. Ein verschlissener Akku kann fälschlicherweise einen niedrigen Ladestand anzeigen oder dazu führen, dass der Laptop ihn nicht mehr richtig erkennt. Um den Akkuzustand zu überprüfen, öffnen Sie die Eingabeaufforderung (Administrator) oder PowerShell (Administrator) und führen Sie den Befehl `powercfg /batteryreport` aus. Dadurch wird ein Bericht erstellt, in dem Sie die verbleibende Kapazität mit den ursprünglichen Spezifikationen vergleichen können. Wenn die volle Ladekapazität deutlich geringer ist als im Neuzustand (z. B.unter 50 %), ist ein Akkutausch wahrscheinlich die beste Lösung.
Denn natürlich fallen auch neue Batterien mit der Zeit aus. Dieser letzte Schritt mag offensichtlich klingen, wird aber in der Eile, Hardware zu reparieren, oft übersehen, ohne die tatsächlichen Funktionsmerkmale zu überprüfen.
Warum Ihr Laptop die Meldung „Angeschlossen, wird nicht geladen“ anzeigt
Diese Warnung deutet in der Regel auf ein loses oder beschädigtes Kabel, einen defekten Anschluss oder ein Treiberproblem hin. Häufige Ursachen sind defekte Stecker, ein fehlerhaftes Netzteil oder sogar ein BIOS-Fehler. Auch falsche Energieeinstellungen oder eine fehlerhafte Akkukalibrierung können dazu führen, dass Windows zwar erkennt, dass das Gerät angeschlossen ist, aber nicht richtig lädt. Dies tritt häufiger auf als erwartet, insbesondere bei älteren oder stark beanspruchten Geräten. Wenn diese Meldung erscheint, überprüfen Sie daher zuerst Ihr Ladegerät und den Anschluss, bevor Sie Treiberaktualisierungen oder BIOS-Updates durchführen.
Häufig gestellte Fragen
Das liegt oft an einer schlechten Verbindung, Problemen mit dem Ladegerät oder einer nicht kalibrierten Batterie. Manchmal verwechselt Windows einfach die Sensorwerte.
Nein, nicht mehr. Moderne Geräte stoppen den Ladevorgang, sobald die volle Kapazität erreicht ist, Sie müssen sich also keine Sorgen machen, wenn Sie sie eingesteckt lassen.
Sofern keine Überhitzungsgefahr besteht oder der Akku nicht sehr alt ist, sollte er in der Regel im Akku bleiben. Das Entfernen des Akkus kann zwar in manchen Fällen die Wärmeentwicklung reduzieren oder die Lebensdauer verlängern, ist aber keine Allheilmittel.
Das liegt meist an einem Ladegerät mit geringer Wattzahl, Verschmutzungen im Ladeanschluss oder stromintensiven Apps, die auch während des Ladevorgangs viel Strom verbrauchen. Auch ein langes oder billiges Ladekabel kann die Spannung so weit senken, dass der Ladevorgang verlangsamt wird.
Zusammenfassung
Wenn die Warnung wegen niedrigem Akkustand trotz angeschlossenem Netzteil erscheint, hilft es oft, mit den grundlegenden Dingen zu beginnen: Kabel prüfen, Akku neu einsetzen oder die Windows-Problembehandlung für Energieoptionen ausführen. Falls das nicht hilft, kann ein BIOS- oder Firmware-Update, das Zurücksetzen der Energieeinstellungen oder sogar ein Akkutausch erforderlich sein. Diese Schritte können häufig Fehlalarme beheben und dafür sorgen, dass Ihr Gerät wieder ordnungsgemäß lädt.
Denken Sie daran: Regelmäßige Überprüfung des Akkuzustands und der Kalibrierung beugt späteren Problemen vor. Wenn das Ihr Problem löst, ist das schon mal ein kleiner Erfolg; falls nicht, bleibt immer noch der Austausch der Hardware. Ich drücke die Daumen!
Zusammenfassung
- Überprüfen Sie Ladegerät, Steckdose und Kabel auf Beschädigungen oder lockere Verbindungen.
- Setzen Sie die herausnehmbare Batterie neu ein oder ersetzen Sie sie.
- Führen Sie die Windows-Energieproblembehandlung aus
- Aktualisieren oder installieren Sie die Akkutreiber und das BIOS neu.
- Energieverwaltungseinstellungen zurücksetzen
- Prüfen Sie den Zustand der Batterie und erwägen Sie einen Austausch, wenn die Kapazität gering ist.
Abschluss
Viele Warnungen wegen niedrigem Akkustand im Netzbetrieb lassen sich offenbar durch einfache Überprüfungen und Updates beheben. Sollten die Probleme weiterhin bestehen, hilft meist ein Akkutausch oder ein Firmware-Update. Es ist zwar nicht immer elegant, aber manchmal führt ein wenig Fehlersuche zum Ziel. Wenn dadurch ein moderner Laptop wieder ordnungsgemäß lädt, hat das zumindest jemandem Zeit gespart. Hoffentlich hilft das jemandem, den Laptop nicht in die Reparaturwerkstatt bringen zu müssen.