Auf zugeordnete Netzlaufwerke in Anwendungen zugreifen, die als Administrator ausgeführt werden? Das ist ziemlich ärgerlich, da Windows die Benutzerkontensteuerung (UAC) und die Trennung von Berechtigungen anders handhabt. Wenn Sie in Ihrer Benutzersitzung ein Netzlaufwerk zuordnen, erstellt Windows symbolische Verknüpfungen (DosDevices) zu UNC-Pfaden. Diese Verknüpfungen sind jedoch an Ihr aktuelles Zugriffstoken gebunden. Wenn Sie eine Anwendung als Administrator ausführen, funktioniert sie quasi auf einer anderen Ebene – sie erkennt diese Verknüpfungen und zugeordneten Laufwerke nicht, da sie mit einem anderen Token und erhöhten Berechtigungen arbeitet. Daher sind Laufwerke, die im Explorer oder in der normalen Eingabeaufforderung (cmd) problemlos angezeigt werden, in Anwendungen mit erhöhten Berechtigungen nicht sichtbar. Das ist äußerst frustrierend, wenn Sie versuchen, administrative Aufgaben mit Netzwerkfreigaben durchzuführen.
Dies gilt insbesondere dann, wenn Laufwerke über Gruppenrichtlinien oder manuell zugeordnet werden net use. Die Ursache liegt darin, dass die Benutzerkontensteuerung (UAC) separate Berechtigungstoken erstellt, die diese symbolischen Verknüpfungen nicht sitzungsübergreifend nutzen. Es ist unverständlich, warum Windows dies so kompliziert handhaben muss, aber natürlich muss es die Dinge manchmal unnötig verkomplizieren.
So beheben Sie das Problem, dass zugeordnete Laufwerke in Apps mit Administratorrechten nicht angezeigt werden
Methode 1: Aktivieren verknüpfter Verbindungen durch Registry-Hack
Diese Methode ist wahrscheinlich die einfachste Lösung und funktioniert unter Windows Vista, 7, 8, 10 und sogar neueren Windows Server-Versionen. Sie weist Windows an, die Laufwerkszuordnungen über die verschiedenen Berechtigungsstufen hinweg zu synchronisieren, indem der Eintrag „ EnableLinkedConnections“ in der Registrierung aktiviert wird.
- Öffnen Sie regedit.exe über das Startmenü oder den Ausführen-Dialog.
- Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System. Falls der Eintrag „EnableLinkedConnections “ nicht vorhanden ist, erstellen Sie einen neuen DWORD-Wert (32-Bit).
- Nennen Sie es EnableLinkedConnections und setzen Sie seinen Wert auf 1.
- Alternativ können Sie diesen Befehl in PowerShell oder der Eingabeaufforderung mit Administratorrechten ausführen:
reg add "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System" /v "EnableLinkedConnections" /t REG_DWORD /d 1 /f
Wichtig: Starten Sie nach der Bearbeitung Ihren PC oder den LanmanWorkstation -Dienst (über get-service LanmanWorkstation | Restart-Service –ForcePowerShell) neu. Bei manchen Konfigurationen ist ein Neustart die einfachste Möglichkeit, die Änderung in der Registrierung wirksam werden zu lassen.
Diese Optimierung weist Windows an, die Netzlaufwerkszuordnungen über die verschiedenen Sicherheitstoken hinweg zu spiegeln, sodass Netzlaufwerke unabhängig davon sichtbar sind, ob die Anwendung mit Administratorrechten ausgeführt wird oder nicht. Meiner Erfahrung nach ist dieser Trick überraschend effektiv – es wird jedoch nicht empfohlen, die Benutzerkontensteuerung (UAC) vollständig zu deaktivieren, sondern nur diese Einstellung.
Methode 2: Windows-Datei-Explorer im Administratormodus ausführen (falls erforderlich)
Eine weitere etwas umständliche Lösung? Sie können den Datei-Explorer mit Administratorrechten starten und dann auf Ihre Laufwerke zugreifen. Nicht elegant, aber wenn Sie schnell zugreifen müssen, funktioniert es. Verwenden Sie eine Verknüpfung oder einen Task, um explorer.exe mit Administratorrechten und folgendem Befehl auszuführen: runas /user:Administrator explorer.exe
Hinweis: Bei manchen Konfigurationen kann dies zu unerwarteten Problemen führen oder eine Eingabeaufforderung für Anmeldeinformationen erfordern. Und denken Sie daran: Wenn Sie Laufwerke universell verfügbar machen möchten, ist die Änderung in der Registry die sauberere Lösung.
Weitere Tricks und Tipps
- Bei über Skripte oder Gruppenrichtlinienobjekte (GPO) eingerichteten Netzlaufwerken sollten Sie die Registry-Einstellung EnableLinkedConnections mithilfe von Gruppenrichtlinienpräferenzen oder einem Startskript auf allen Rechnern bereitstellen.
- Sie können auch einen symbolischen Link in Ihrem Benutzerverzeichnis erstellen, der auf die Netzwerkfreigabe verweist
mklink /D C:\localfolder \\server\shared. Beachten Sie jedoch, dass dies nur eine Art Schattenlink ist – er ist an Ihr angemeldetes Benutzerkonto gebunden und kein exakter Ersatz für echte Netzlaufwerkszuordnungen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der größte Vorteil darin besteht, „Verknüpfte Verbindungen aktivieren“ zu aktivieren. Das ist etwas umständlich, da Windows dies nicht automatisch erledigt, aber sobald es eingerichtet ist, verhalten sich Netzlaufwerke scheinbar konsistent, unabhängig davon, ob Anwendungen im Administratormodus oder normal ausgeführt werden.
Zusammenfassung
- Kontrollkästchen für die Registry-Anpassung—
reg add.../v EnableLinkedConnections /t REG_DWORD /d 1 /f - Starten Sie den Netzwerkdienst neu, damit die Änderungen wirksam werden.
- Prüfen Sie anschließend, ob die Laufwerke in den Administrator-Apps sichtbar sind.
Zusammenfassung
Hoffentlich hilft das jemandem, sich die Frustration über fehlende Netzlaufwerke in Administratoranwendungen zu ersparen. Dieses Problem besteht schon ewig, aber ehrlich gesagt ist die Aktivierung von „EnableLinkedConnections“ die sauberste Lösung. Bei einem System hat es nach einem Neustart funktioniert, bei einem anderen reichte ein schneller Neustart des Dienstes. So oder so bin ich froh, dass man das Problem beheben kann, anstatt damit leben zu müssen.