So beheben Sie Probleme mit Windows Security und Defender, wenn sich das Programm nicht öffnen lässt.
Wenn sich Windows Security oder Microsoft Defender nicht öffnen lässt, kann das sehr ärgerlich sein – besonders, wenn nur ein leeres, weißes Fenster angezeigt wird oder der Defender nicht mehr über die Einstellungen gestartet werden kann. Manchmal hat man den Eindruck, Windows hätte einfach vergessen, wie Defender korrekt angezeigt wird, wodurch die Sicherheitseinstellungen nicht mehr funktionieren. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Möglicherweise ist die zugrundeliegende UWP-App (Microsoft. SecHealthUI) defekt oder einige Dienste wurden abgeschaltet. Unabhängig von der Ursache geht es darum, das Sicherheitsfenster wiederherzustellen, damit Sie Ihre Bedrohungen und Optionen wieder sehen können. Die folgenden Schritte sind recht einfach, können aber je nach Windows-Problematik einige Versuche erfordern.
So beheben Sie Probleme mit Windows Security und Defender, wenn diese nicht geöffnet werden können
Methode 1: Zurücksetzen oder erneute Registrierung der Microsoft-Sicherheits-App (SecHealthUI)
Wenn die Windows-Sicherheits-App nicht funktioniert, ist sie möglicherweise beschädigt oder deaktiviert. Das Zurücksetzen oder erneute Registrieren der Microsoft. SecHealthUI -App kann oft solche Probleme beheben. Diese App ist quasi die Benutzeroberfläche von Windows Defender. Wenn sie nicht richtig funktioniert, wird die Sicherheits-App nicht korrekt angezeigt. Mit den folgenden PowerShell-Befehlen lässt sie sich zurücksetzen oder neu installieren. Manchmal benötigt die App einen kleinen Anstoß, um wieder zu funktionieren, insbesondere nach Windows-Updates oder der Deinstallation von Antivirenprogrammen von Drittanbietern.
Get-AppxPackage Microsoft. SecHealthUI -AllUsers | Reset-AppxPackage
Dieser Befehl versucht, die App zurückzusetzen. Falls das nicht funktioniert, registrieren Sie sie mit diesem Befehl erneut:
Add-AppxPackage -Register -DisableDevelopmentMode "C:\Windows\SystemApps\Microsoft. Windows. SecHealthUI_cw5n1h2txyewy\AppXManifest.xml"
Beachten Sie, dass diese Befehle gelegentlich Fehler verursachen oder zunächst keine Wirkung zeigen können. Bei manchen Systemen müssen Sie PowerShell als Administrator ausführen oder anschließend einen Neustart durchführen. Wenn Sie ganz sichergehen möchten, prüfen Sie, ob die App unter „ Apps & Features“ oder in der Liste der System-Apps im Microsoft Store vorhanden ist. Denn Windows macht es einem natürlich unnötig schwer.
Methode 2: Sicherstellen, dass kritische Verteidigungsdienste ausgeführt werden
Meist liegt das Hauptproblem darin, dass Dienste nicht im Hintergrund ausgeführt werden. Wenn Defender die Anzeige oder den Scan verweigert, liegt das in der Regel daran, dass einige Dienste angehalten oder deaktiviert sind. Die wichtigsten sind:
- Microsoft Defender Antivirus-Dienst (
WinDefend) - Sicherheitszentrum (
wscsvc) - Windows-Sicherheitsdienst (
SecurityHealthService)
Um dies zu überprüfen, drücken Sie die Windows-Taste + R (Ausführen), geben Sie den Befehl ein services.mscund suchen Sie nach diesen Einträgen. Falls sie beendet sind, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf jeden Eintrag und wählen Sie „Starten“.Überprüfen Sie außerdem den Starttyp – er sollte auf „Automatisch“ eingestellt sein. Sie können dies in services.msc oder über PowerShell tun.
get-service WinDefend, SecurityHealthService, wscsvc | select name, status, starttype
Falls eine dieser Optionen deaktiviert ist, stellen Sie sie auf „Automatisch“. Bei manchen Systemen startet Windows diese Dienste nach einem Update nicht automatisch. Starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob das Fenster anschließend angezeigt wird. Die anderen Defender-bezogenen Dienste wie mpssvc oder WdNisSvc sind für die Funktion des Sicherheitscenters nicht erforderlich – sie betreffen eher die Firewall und die Netzwerkprüfung. Machen Sie sich daher darüber keine großen Gedanken.
Methode 3: Deaktivierten Defender in der Registrierung oder Gruppenrichtlinie behandeln
Falls der Windows Defender weiterhin nicht aktiv ist, wurde er möglicherweise über Registry-Änderungen oder Gruppenrichtlinien deaktiviert.Überprüfen Sie diese Einstellungen, insbesondere wenn kein Antivirenprogramm eines Drittanbieters installiert ist oder wenn der Defender per Gruppenrichtlinie deaktiviert wurde. In neueren Windows 10/11-Versionen lässt sich der Defender nicht mehr so einfach per Schalter deaktivieren – Microsoft versteckt diese Optionen, um eine Deaktivierung ohne Berechtigung zu erschweren.
Überprüfen Sie die Registrierung unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender. Suchen Sie nach folgenden Werten:
- Antispyware deaktivieren
- Antivirus deaktivieren
Wenn einer der beiden Werte auf 1 gesetzt ist, ist Defender deshalb deaktiviert. Sie können die Werte über den Registrierungseditor (Regedit) ändern oder die Einträge komplett entfernen. Alternativ können Sie folgenden Befehl ausführen:
Get-ItemProperty -Path 'HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender' -Name DisableAntiSpyware
oder
Get-ItemProperty -Path 'HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender' -Name DisableAntiVirus
Wenn diese Befehle den Wert 1 zurückgeben und Sie Defender wiederherstellen möchten, löschen Sie die Werte oder setzen Sie sie auf 0. Beachten Sie, dass es für diese Änderungen oft einfacher ist, gpedit.msc zu verwenden. Navigieren Sie dazu zu Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows Defender Antivirus und prüfen Sie, ob die Einstellung auf „ Nicht konfiguriert“ gesetzt ist. Falls ja, ändern Sie die Einstellung entsprechend und starten Sie den Computer neu.
Methode 4: Manipulationsschutz deaktivieren (falls erforderlich)
Diese Funktion soll verhindern, dass Schadsoftware Defender deaktiviert. Manchmal ist sie unter Windows aktiviert, sodass Sie Defender nicht manuell deaktivieren können.Überprüfen Sie dies mit PowerShell:
Get-MpComputerStatus | select IsTamperProtected
Wenn diese Meldung angezeigt wird True, ist der Manipulationsschutz von Windows Defender aktiv und kann nicht manuell deaktiviert werden. Um ihn zu deaktivieren, gehen Sie zu Windows-Sicherheit > Viren- und Bedrohungsschutz > Einstellungen verwalten und schalten Sie den Manipulationsschutz aus. Beachten Sie, dass diese Funktion in der Regel durch Systemrichtlinien gesperrt ist, insbesondere auf Unternehmensrechnern oder verwalteten Computern. Wenn Sie sie nicht deaktivieren können, müssen Sie Gruppenrichtlinien oder Registrierungsberechtigungen anpassen – was ein komplexes und riskantes Unterfangen ist.
Methode 5: Systemprüfungen durchführen (SFC & DISM)
Manchmal sind Windows-Dateien oder die Integrität von Systemabbildern beschädigt, was dazu führt, dass Windows Defender Fehlermeldungen ausgibt oder nicht geladen wird. Ein kurzer Systemscan kann dieses Problem beheben.Öffnen Sie die Eingabeaufforderung oder PowerShell als Administrator und führen Sie folgenden Befehl aus:
sfc /scannow
Dadurch werden Systemdateien gescannt und etwaige Beschädigungen behoben. Führen Sie anschließend Folgendes aus:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
Dadurch wird das Windows-Image selbst repariert. Normalerweise behebt eine Kombination beider Maßnahmen grundlegende Systemprobleme, die möglicherweise die ordnungsgemäße Funktion der Windows-Sicherheit beeinträchtigen.
Zusammenfassung
- Setzen Sie die SecHealthUI -App mit PowerShell zurück oder registrieren Sie sie neu.
- Stellen Sie sicher, dass die Defender-Dienste aktiv und auf „Automatisch“ eingestellt sind.
- Überprüfen Sie die Registry und die Gruppenrichtlinien, um festzustellen, ob Defender deaktiviert ist.
- Schalten Sie den Manipulationsschutz gegebenenfalls aus.
- Führen Sie die Befehle SFC und DISM aus, um Systembeschädigungen zu beheben.
Zusammenfassung
Windows Security wieder zum Laufen zu bringen, ist nicht immer einfach, besonders nach diversen Anpassungen oder Windows-Updates. Diese Methoden behandeln die häufigsten Probleme – von defekten Apps über deaktivierte Dienste bis hin zu Registry-Änderungen. Manchmal braucht es einfach Geduld und das Ausprobieren verschiedener Lösungsansätze. Hoffentlich behebt dies das Kernproblem, sodass die Sicherheitstools nicht mehr nur ein leeres, weißes Fenster anzeigen. Ich drücke die Daumen – es hat bei vielen verschiedenen Konfigurationen funktioniert, selbst als andere immer wieder an ihre Grenzen stießen.