Wie man den RDS-Entleerungsmodus auf Windows Server verwaltet – Real Talk
Die Verwaltung von Remotedesktop-Sitzungshosts (RDS) kann manchmal knifflig sein, insbesondere wenn Sie Patches oder Updates installieren müssen, ohne die Benutzer aus ihren Sitzungen zu trennen. Der sogenannte Drain-Modus ist Windows‘ Methode, dem Server mitzuteilen: „Keine neuen Benutzer, aber die bestehenden Benutzer sollen weiterhin angemeldet bleiben.“ Wenn Sie schon einmal Wartungsarbeiten durchführen mussten, während Benutzer angemeldet waren, wissen Sie, wie hilfreich dieser Modus sein kann. Doch die Vorgehensweise ist nicht immer einfach, vor allem angesichts der vielen verschiedenen Optionen, die Microsoft bietet – über die grafische Benutzeroberfläche, die Befehlszeile, PowerShell oder Gruppenrichtlinien. Daher finden Sie hier eine kurze, aber ehrliche Übersicht, wie Sie den Drain-Modus nutzen, auf welche Fallstricke Sie achten sollten und einige praktische Tipps, die Ihnen viel Ärger ersparen können.
So aktivieren und verwenden Sie den Drain-Modus auf Ihrem RDS-Host
Methode 1: Verwendung des Server-Managers (grafische Benutzeroberfläche)
Dies ist der einfachste Weg, wenn Sie gerne mit verschiedenen Menüs arbeiten – ideal für ein schnelles Farm-Update oder wenn Sie kein Fan der Kommandozeile sind. Gehen Sie dazu in den Server-Manager und dann: – Alle Server → Fügen Sie Ihre RDS-Server hinzu, falls sie noch nicht vorhanden sind (dieser Schritt wird manchmal vergessen, und Sie sehen eine leere Konsole).– Klicken Sie im linken Bereich auf „ Remotedesktopdienste“ und wählen Sie Ihre RDS-Sammlung aus.– Klicken Sie unter „Hostserver“ mit der rechten Maustaste auf den Server, den Sie in den Entleerungsmodus versetzen möchten.– Wählen Sie „ Keine neuen Verbindungen zulassen“. Warum das hilft: Neue Verbindungen werden blockiert, bestehende bleiben jedoch aktiv. Normalerweise können Sie so Patches oder Updates installieren, ohne dass die Verbindung unterbrochen wird. Beachten Sie: Bei manchen Konfigurationen wird die Benutzeroberfläche nicht immer sofort aktualisiert. In diesem Fall müssen Sie möglicherweise die Aktualisierungstaste drücken oder sich ab- und wieder anmelden, um die Änderungen zu bestätigen.
Methode 2: Befehlszeile mit `change logon` (Integriert und Schnell)
Das ist die klassische Methode, und wenn Sie gerne schnell im Terminal arbeiten, ist sie genau das Richtige. Führen Sie in einer Administrator-Eingabeaufforderung oder PowerShell folgende Befehle aus: – Neue Anmeldungen verhindern (bestehende Sitzungen bleiben aktiv): `bash change logon /drain` – Neue Anmeldungen wieder zulassen: `bash change logon /enable` – Server in den Drain-Modus versetzen (nützlich, wenn Sie ihn während eines Neustarts temporär aktivieren möchten): `bash change logon /drainuntilrestart` – Anmeldungen vollständig deaktivieren (ideal für die endgültige Abschaltung): `bash change logon /disable` Vorteile: Schnell, per Skript erledigt und auf manchen Systemen besser als die grafische Benutzeroberfläche. Auf einem Rechner gab es beim ersten Mal Probleme, auf einem anderen funktionierte es nach einem Neustart oder mehreren Versuchen. Erwarten Sie eine Meldung im Ereignisprotokoll, dass sich der Server im Drain-Modus befindet, insbesondere bei Verwendung von `/disable`.Wenn die Meldung „Verbindungen sind für diesen Computer derzeit per Gruppenrichtlinie aktiviert, Änderung nicht möglich“ angezeigt wird, dann blockiert Ihre Gruppenrichtlinie die Verbindung.
Methode 3: Verwendung von PowerShell (Mehr Kontrolle & Feedback)
Für alle, die tiefer in die Materie einsteigen möchten, ist PowerShell die richtige Wahl. Importieren Sie zunächst das RemoteDesktop-Modul: `powershell Import-Module RemoteDesktop`.Um den Drain-Modus (neue Verbindungen verweigern) festzulegen: `powershell Set-RDSessionHost -SessionHost „servername“ -NewConnectionAllowed No -ConnectionBroker „brokername“`.Um Verbindungen wieder zuzulassen: `powershell Set-RDSessionHost -SessionHost „servername“ -NewConnectionAllowed Yes -ConnectionBroker „brokername“`.Achtung: Dieser Befehl ändert einige Registrierungswerte unter ` HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Terminal Server` und ` HKLM\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon`. Beachten Sie, dass sich beim Wechsel des Modus Werte wie ` WinStationsDisabled` und ` TSServerDrainMode` ändern – manchmal sofort, manchmal erst nach einem Neustart. Um den Status mit PowerShell zu überprüfen, verwenden Sie: powershell Get-WmiObject win32_terminalservicesetting -Namespace „root\cimv2\terminalservices“ | % { if ($_. Logons -eq 1) { „Deaktiviert“ } Else { switch ($_. SessionBrokerDrainMode) { 0 { „Aktiviert“ } 1 { „Entleeren bis Neustart“ } 2 { „Entleeren“ } default { „Fehler“ } } } } Um den Entleerungsmodus zu aktivieren: powershell $temp = Get-WmiObject -Namespace „root\cimv2\terminalservices“ -Class win32_terminalservicesetting $temp.sessionbrokerdrainmode = 2 $temp. Put() Um den normalen Modus wiederherzustellen: powershell $temp.sessionbrokerdrainmode = 0 $temp.logons = 0 $temp. Put() Deutlich feiner abgestuft, aber manchmal wirkt es kompliziert, insbesondere wenn Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs) oder andere Richtlinien Änderungen blockieren. Falls etwas nicht funktioniert, überprüfen Sie Ihre Gruppenrichtlinieneinstellungen unter: Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Remotedesktopdienste > Remotedesktop-Sitzungshost > Verbindungen – suchen Sie nach Benutzern die Remoteverbindung über Remotedesktopdienste erlauben.
Wenn etwas nicht funktioniert: Gruppenrichtlinien oder unerwartete Einstellungen
Wenn Fehlermeldungen wie „Verbindungen sind für diesen Computer per Gruppenrichtlinie aktiviert, Änderung nicht möglich“ auftreten, überschreibt die Richtlinie Ihre Befehle. Dies liegt üblicherweise an einem Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) unter Administrative Vorlagen – Windows-Komponenten – Remotedesktopdienste. Deaktivieren Sie dieses oder setzen Sie es auf Nicht konfiguriert, wenn Sie den manuellen Entleerungsmodus unbedingt erzwingen müssen.
Zusammenfassung
Diese Vorgehensweise ist nicht perfekt, und Windows versteckt bestimmte Einstellungen gerne hinter Gruppenrichtlinienobjekten (GPOs) oder lässt Befehle in verschiedenen Versionen unterschiedlich funktionieren. Der Umgang mit dem Energiesparmodus ist jedoch ein notwendiges Übel, insbesondere wenn man während Wartungsfenstern einen reibungslosen Betrieb gewährleisten möchte. Beachten Sie, dass bei manchen Konfigurationen nach dem Aktivieren des Modus ein Neustart erforderlich sein kann und dass Sie unter Umständen Ihre GPOs oder die Registrierung überprüfen müssen. Insgesamt ist es ein Balanceakt – und die Kenntnis der Befehle und der Speicherorte der Einstellungen macht einen großen Unterschied.
Zusammenfassung
- Verwenden Sie den Server-Manager für einen schnellen GUI-Wechsel.
- Führen Sie
change logon /drainden Befehl in der Eingabeaufforderung aus, um schnell umzuschalten. - Nutzen Sie PowerShell für mehr Kontrolle und Skripterstellung.
- Achten Sie darauf, dass Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs) Ihre Änderungen nicht blockieren.
- Denken Sie daran, die Serverprotokolle zu überprüfen, falls etwas Ungewöhnliches passiert.
Zusammenfassung
Der sogenannte „Drain-Modus“ kann etwas knifflig sein, insbesondere bei unterschiedlichen Windows-Versionen und -Richtlinien. Er ist aber ein nützliches Tool, wenn man Updates durchführen muss, ohne alle Benutzer gleichzeitig abzumelden. Man sollte sich auf einige Versuche einstellen und die Gruppenrichtlinien überprüfen, falls die Befehle nicht wie gewünscht funktionieren. Hoffentlich spart Ihnen das etwas Zeit und Frust – es hat bei einigen Systemen, mit denen ich gearbeitet habe, funktioniert, also hilft es Ihnen vielleicht auch.